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Frank Wiesenberg

Archivseite Dezember 2025
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Willkommen beim
Römer-Blog des
RÖMISCHEN VICUS

Der Römer-Blog ist ein Teil des Projekts

www.roemischer-vicus.de

Neben dem kleinen "Blick hinter die Kulissen" sammeln sich im Römerblog einige interessante und auch ein paar kuriose oder lustige Notizen zu den Themen Römer, römisches Reenactment, Living History, Archäotechnik und experimentelle Archäologie an.

Das Römer-Jahr 2025 neigt sich dem Ende. Soweit es die Zeit zulässt werden wir hier möglichst breit gefächert verschiedene Aktionen vorzustellen, deswegen ... schaut öfter mal wieder rein!
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Am 31.12.2025 von QVINTVS:
Die Rippenschale aus der Römischen Glashütte in der RömerWelt Rheinbrohl ... glänzende Aussichten für das Jahr 2026!

Stellvertretend für das ganze Jahr 2025 müssen noch einmal die Rippenschalen aus der Römischen Glashütte in der RömerWelt am caput limitis herhalten.

In diesem Jahr lief doch vieles gut. Ok, die 20 Jahre UNESCO Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes hätten noch den einen oder anderen Besucher mehr in die RömerWelt locken können. Aber immerhin konnten wir trotz der Baustelle alle Veranstaltungen durchführen. Und wir haben viel Neues ausprobiert und viel gelernt!

Und für 2026 steht dann die Eröffnung der Ausstellungs-Erweiterung mit den Themen UNESCO Welterbe Niedergermanischer Limes und römisches Handwerk auf dem Programm. In den Werkstätten ist ja inzwischen eine richtige Handwerker-Familie entstanden, die mehr und mehr zusammenwächst. Demnächst wird es wohl immer schwieriger, einen Platz an der Schmiedeesse oder sogar am Glasofen zu finden ...wenn das keine glänzenden Aussichten sind, dass weiß ich es nicht!

In diesem Sinne:

Guten Rutsch, bleibt gesund und auf Wiedersehen in 2026!

 

 

Hier der Link zu den Clips auf facebook und Instagram - in bewegten Bildern wirkt die Rippenschale richtig lebendig!

https://www.facebook.com/reel/1551894536064281

https://www.instagram.com/p/DS5JypkDLRz/

 

PS: Ob ich die kobaltblaue Rippenschale auch schleifen werde? Ach, ich weiß nicht ...


Am 31.12.2025 von QVINTVS:
Spielplatzfigur statt Silvesterböller!

Statt Silvesterböllerei lieber etwas Geld in etwas Gutes investieren ... deswegen hier die kleine Erinnerung an die Spendensammlung für eine Spielplatzfigur in der Römerwelt Rheinbrohl:

Wie im RömerBlog-Beitrag vom 22.11.2025 erwähnt musste die RömerWelt am caput limitis in Rheinbrohl ihre Spielplatzfigur abbauen. Ganz schweinelos (oder besser: tierlos) soll die RömerWelt aber nicht bleiben. Geplant ist, dass rechtzeitig zur Saisoneröffnung im März 2026 eine neue Spielplatzfigur aufgestellt wird. Aber diese ist teurer als erwartet, deswegen sammelt die Stiftung "Caput Limitis" nun über die Spendenplattform www.heimatleben.de der Sparkasse Neuwied Spenden für eine neue Spielplatzfigur.

Die Aktion läuft noch bis zum 28. Februar 2026.

Spenden-Codes der Sparkasse können eingelöst werden. Einzahlungen über Sparkassen-Konten oder Konten anderer Banken oder auch PayPal sind auch möglich.

 

 

Ob Schwein oder eine andere Figur ist noch in der Diskussion, das hängt letztendlich auch etwas von der Höhe des Spendenerlöses ab.

Hier ist der Link zum Spendenaufruf: https://www.heimatleben.de/project/eine-neue-spielplatzfigur-fuer-die-roemerwelt-am-caput-limitis-i/


Am 30.12.2025 von QVINTVS:
Kalte Überarbeitung der Mosaik-Rippenschale, Teil 3 - das Finale?

Ich habe es gewagt und trotz der zuvor festgesellten Spannungsrisse (siehe RömerBlog-Beitrag vom 21.12.2025) die violette Rippenschale noch einmal geschliffen. Aufgrund der Witterung und der Beobachtung, dass man dabei ja gar keine Sauerei anstellt (!), durfte die Werkstatt (= Töpferscheibe) in den Keller umziehen. Der ist wenigstens minimal geheizt, was Finger und Oberschenkel doch sehr gefreut hat.

Mit Rücksicht auf die Risse habe ich nun allerdings Diamant-Pads statt der Sand- und Quarzit-Steine verwendet. Das ging eigentlich ganz gut, insbesondere im Randbereich ließ sich damit prima arbeiten. Die Risse sind natürlich noch da, allerdings nicht gewachsen. Die "Orangenhaut" innen konnte deutlich minimiert werden. Fürs Erste bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Ich mag die samtig-matte Haptik der nicht perfekt polierten Oberfläche! Bei genauer Betrachtung der römischen Originale sieht man, dass dort die unbearbeiteten Rippenzwischenräume meist (immer?) deutlich glatter/glänzender sind als der Rand und die Innenseite. Dort sind sehr oft noch Schleif-/Polierspuren zu sehen. Deswegen dürfte hier tatsächlich der finale Zustand der kalten Nachbearbeitung der violetten Rippenschale erreicht sein.

Der Vorher-Nachher-Vergleich mit dem kobaltblauen Brüderchen ist beeindruckend - das wird demnächst wieder in der "LIZ-Vitrine" im Eingangsbereich der RömerWelt am caput limitis zu sehen sein.

Infos zur Römischen Glashütte in der RömerWelt am caput limitis finden sich hier: http://www.roemischeglashuette.de


Am 30.12.2025 von QVINTVS:
Neues bei www.glasrepliken.de: ein "römisches" und ein römisches Glasgefäß

Heute konnte ich zwei ältere Glasgefäße für die Sammlung erwerben. Laut Auskunft der sehr netten Verkäuferin wurden beide etwa in den 1980er Jahren erworben. Während der linke Krug eher "antikisierend" ausgeführt ist, scheint es sich bei dem rechten Unguentarium um ein original römisches Glasgefäß zu handeln.

 

Dieses federleichte, fragile Stück habe ich ganz vorsichtig in sein neues Zuhause gebracht. Es befindet sich nun in guter Gesellschaft.

Über das linke Stück freut sich gerade meine Mutter. Ein Happy-End kurz vor Jahresende: Beide sind in gute Hände gekommen und alle freuen sich!


Am 30.12.2025 von QVINTVS:
Terminhinweis: alle RömerStammtisch-Termine für das Jahr 2026

Ich freue mich sehr, jetzt schon die Termine der RömerStammtische mit "Offener Werkstatt" in der RömerWelt am caput limitis für das kommende Jahr veröffentlichen zu können. Diese Terminliste kann (unter Vorbehalt) gerne auch weitergegeben werden. Die LInks fundet Ihr unten. Aber aufgrund der jetzt langfristigen Planung ist die eine oder andere Verschiebung nicht ganz ausgeschlossen. Ich freue mich schon darauf, den/die Eine/n oder Andere/n am 17. Januar 2026 wiedersehen zu können!

Bis dahin ... guten Rutsch!

 

 

 

 

"Der Termin des nächsten Römer-Stammtisches 2026

 


Wir freuen uns auf den nächsten „RömerStammtisch mit offener Werkstatt“ am 17. Januar 2026 von 11.00 bis 17.00 Uhr.

Der Stammtisch soll als Treffpunkt und zum Informationsaustausch für Römer-Interessierte dienen. Ebenso ergibt sich dabei bei Interesse die Möglichkeit, einige Replikate römischer Objekte selber herzustellen. Dafür bieten die Werkstätten des Erlebnismuseums zahlreiche Möglichkeiten, die sich nicht nur auf Metallbearbeitung, wie Schmieden und Buntmetallguss, sowie Stein- und Holzbearbeitung beschränken müssen. Projekte mit Ton, Textilien, Leder, Glas, Knochen und Horn sind ebenfalls realisierbar. Hierfür bietet die RömerWelt nicht nur die Infrastruktur, sondern kann gegebenenfalls auch mit einer fachlichen Anleitung dienen, die im Idealfall sowohl die handwerklichen als auch die archäologischen Grundlagen abdeckt.

Bei Interesse an einer Teilnahme bitten wir um eine kurze Information an info@roemer-welt.de oder Tel. 02635-921866. Eine spontane Teilnahme ist dennoch möglich.

Infos über den RömerStammtisch zum Download: http://roemer-blog.de/downloads/downloads2023/RoemerWelt/RoemerStammtisch-Allgemeine-Infos.pdf

Download der RömerStammtisch-Terminhinweise 2026 (JPG): http://www.roemer-blog.de/downloads/downloads2026/RoemerWelt/RoemerStammtisch-Termine-2026.jpg

Download der RömerStammtisch-Terminhinweise 2026 (PDF): http://www.roemer-blog.de/downloads/downloads2026/RoemerWelt/RoemerStammtisch-Termine-2026.pdf


Am 21.12.2025 von QVINTVS:
Kalte Überarbeitung der Mosaik-Rippenschale, Teil 2 - ein Zwischenstand

Nach einigen Stunden Schleifarbeit mit diversen Steinen, kalten Fingern und noch kälteren Oberschenkeln (zum Setup siehe den vorigen RömerBlog-Beitrag) ist es Zeit für einen Zwischenstand. Die gute Nachricht des Tages: Es ist ein Geduldsspiel, aber Fortschritte sind innen und außen zu sehen.

Außen ließ die Einbettung in den noch recht feucht-glitschigen Ton nicht zu, dass der Übergang zu den Rippen in Angriff genommen werden konnte. Der Rand selber sieht gar nicht so schlecht aus.

Innen sind im zentralen Bereich noch dreieckige Vertiefungen zu sehen. Hier war wohl Trennmittel beim Zusammenschmelzen der sehr großen Glas-Abschnitte eingeschlossen. Das ist suboptimal und wird sich kaum komplett eliminieren lassen. Die Lösung: Kleinere Glasstücke mit weniger Zwischenräumen verwenden ... demnächst! Auffällig ist eine Art "Orangenhaut", wohl durch die Anpassung des Glasfladens an die hemisphärische Form verursacht. Die sind recht zäh und brauchen noch ein paar Stunden Schleifarbeit. Hier stört, dass die Schale nicht ganz rund ist und die Wandstärke etwas variiert.

Die nun die schlechte Nachricht des Tages: Leider ist mir im Gegenlicht aufgefallen, dass nun doch Risse im Glas erkennbar sind. Diese waren durch das Trennmittel nicht sichtbar - oder sind sie durch das Schleifen mit den rauen Steinen aufgetreten...?

Da muss ich erst einmal drüber schlafen, ob ich die Schale so weiterschleifen kann oder möchte.

Infos zur Römischen Glashütte in der RömerWelt am caput limitis finden sich hier: http://www.roemischeglashuette.de


Am 21.12.2025 von QVINTVS:
Kalte Überarbeitung der Mosaik-Rippenschale, Teil 2

Heute erfolgt der zweite Teil der kalten Überarbeitung der violetten Mosaik-Rippenschale, die Fortsetzung vom 13. Dezember mit anderen Mitteln (siehe Römer-Blog-Beitrag vom 13.12.2025). Hier das Setup vor und während der Bearbeitung:

Hierfür wurde eine Frischhaltedose auf der steinalten Seven Skill-Töpferscheibe (Kopie einer Shimpo RK2, wenn ich recht informiert bin...) montiert und mit Ton gefüllt. Dieser fixiert die Rippen der Rippenschale durch Adhäsion, sodass nacheinander oder sogar gleichzeitig der Randbereich und die Innenseite der Schale schleifend überarbeitet werden können. Hierfür stehen mir Steine verschiedener Körnung und original römische Dachziegelfragmente zur Verfügung. Die Kosten: 6,99 Euro für ein Vierer-Set Frischhaltedosen mit Deckel. Da trocknet der Ton auch nicht aus. Der Rest lag noch herum.

Und dazu gab es einen kleinen Teaser-Clip auf facebook

https://www.facebook.com/reel/2009986466245348

... und Instagram

https://www.instagram.com/p/DShr9ufjLx4/

 

Infos zur Römischen Glashütte in der RömerWelt am caput limitis finden sich hier: http://www.roemischeglashuette.de


Am 19.12.2025 von QVINTVS:
Archivarbeit: Scannen für das Bildarchiv des Römischen Vicus

Aktuell erzwingt mein Überstundenkonto eine Arbeitspause. Diese will aber gut genutzt werden. Das heutige regnerische Wetter legt da Arbeit im trockenen Archiv des Römischen Vicus nahe. Wie schon im letzten Jahr ungefähr zur gleichen Zeit, bin ich über meine umfangreiche Sammlung von Fotos gestolpert, die ich bei diversen Museumsbesuchen im Zeitraum von 1996 bis etwa 2006 gemacht habe - also bevor sich bei mir mit der KonicaMinolta Dynax 7D die erste ernstzunehmende digitale Spiegelreflexkamera einfand. Da sich darunter Aufnahmen von einigen sehr interessanten römischen Fundstücken befinden, ist das Scannen dieser Negative eine Daueraufgabe, der ich mich von Zeit zu Zeit immer wieder widme.

Das Scannen erfolgt mit schon "klassischem" Material: KonicaMinolta Dimage Scan Dual IV von 2004 über das gute, alte Photoshop Elements 2.0 auf einem PC, den ich 2003 selber bei Vobis zusammenbauen durfte. Der PC hatte irgendwann ein Upgrade von Intel Pentium 4 mit 3,06 GHz und 1 GB Arbeitsspeicher auf ein ASUS P4P800 Mainboard mit Intel Pentium 4 mit 3,2 GHz und 3 GB Arbeitsspeicher, NVIDIA GeForce4 Ti4200 Grafikkarte, PCI-FireWire- und Ehernet/Gigabit-LAN-Karten und zwei RAID 1 Systemen mit WD-Festplatten (4x je 80 GB) bekommen. Das Ding läuft nun seit guten zwanzig Jahren mit Windows XP Home - fehlerfrei ... never touch a running sytem!

PS: Das, was nicht überlebt hat, ist das Netzteil des Scanners. Das kam wohl nicht mehr mit dem vergleichsweise hohen Einschaltstrom zurecht. Deswegen kommt das auch schon klassische McVoice Labornetzteil für die 24V Stromversorgung des Scanners zum Einsatz.


Am 18.12.2025 von QVINTVS:
Römische Glaskostbarkeiten auf Briefmarken

Vor fast vierzig Jahren hatte die Deutsche Bundespost eine tolle Idee: Warum nicht einmal Sonder-Briefmarken mit besonderen römischen Glasgefäßen als Motiv herausbringen. Die vier Sondermarken mit Zuschlag "für die Wohlfahrtspflege" gab es offensichtlich im Oktober 1986 auch als Ersttagsbrief bzw. Ersttagskarte. Die Motive der Wohlfahrtsmarken umfassten:

50 + 25 Pfennig - Kobaltblauer Kantharos mit weißen Kröseln

50 + 25 Pfennig - Kölner Meisterstück (Schlangenfadenglas)

60 + 30 Pfennig - Smaragdgrüner Becher mit Schlangenfaden-Dekor

80 + 40 Pfennig - Diatretglas aus Köln-Braunsfeld

Ich freue mich, dass ich jetzt ein vollständiges und gut erhaltenes Set zu einem günstigen Kurs meiner Sammlung von "römischen Glas-Devotionalien" hinzufügen konnte.

 


Am 14.12.2025 von QVINTVS:
Aufwertung der Bodenvitrinen der RömerWelt beim RömerStammtisch am 13. Dezember 2025

Beim letzten RömerStamtisch für dieses Jahr wurde in der RömerWelt am caput limitis einiges besprochen, geplant, begrabbelt und genascht (Danke an Nicole für die leckeren Kekse!). Hier zeigte sich, dass sich die noch in Bearbeitung befindliche Mosaik-Rippenschale (siehe RömerBlog-Beitrag vom 13. Dezember 2025) auch unvollendet bereits prima als Trocken-Aprikosen-Servier-Schale eignet.

Einen großen Teil der Zeit nahm die Inaugenscheinnahme von einigen Objekten in Anspruch, mit denen die Ausstellung der RömerWelt künftig aufgewertet werden soll. Aber beim Schauen und Planen sollte es nicht bleiben. Den Anfang haben wir sofort gemacht:

 

 

 

 

Alle Bodenvitrinen im Foyer mussten sowieso mal wieder ausgesaugt werden. Die dort (noch) fehlenden Dichtungen haben dafür gesorgt, dass ziemlich viel Schmutz und auch einige Spinnentiere den Weg in die Bodenvitrinen gefunden hatten. Also wurde erst der Sauger geschwungen. Das war der erste Test für meinen neuen BOSCH Professional GAS18V-10 Akkusauger von Bosch - ich glaube, das Ding werde ich noch öfters einsetzen.

An der rechten Bodenvitrine mit der "idealisierten Ausgrabung" störte mich schon seit Anfang an die blitzeblanke neue Grabungskelle (mit blauem Griff im linken Foto). Diese konnten wir durch zwei schön modifiziere bzw. abgearbeitete Kellen und ein Stukkrateureisen ersetzen. Vielen Dank an Janine für die Spende dieser "gut eingefahrenen" und ideal patiniert erhaltenen Werkzeuge!

Die Bestattung der jungen Frau in der mittleren Bodenvitrine haben wir dann um zwei Glas-Unguentaria ergänzt. Diese schlanken Glasgefäße sind typische Beigaben von römischen Frauenbestattungen und passten hier ideal. Damit findet sich nun auch hier ein kleiner Bezug zur Römischen Glashütte. Diese kleinen Duftölbehältnisse sind Leihgaben aus meiner Sammlung.

Die dritte Bodenvitrine, die den Aufbau einer römischen Straße illustriert, bliebt nach dem Aussaugen unverändert.

 

Das war der erste Teil des Upgrades der Ausstellung der RömerWelt. Mehr wird dann im nächsten Jahr folgen ... versprochen ... wir haben da ein paar Ideen!

 

Fotos: QVINTVS & TERTINIVS


Am 13.12.2025 von QVINTVS:
Kalte Überarbeitung der Mosaik-Rippenschale, Teil 1

Die beim letzten GlasTag in der Römischen Glashütte der RömerWelt am caput limitis gefertigten Mosaik-Rippenschalen (siehe RömerBlog-Beitrag vom 10. Oktober 2025) müssen ja noch überarbeitet werden. Dies erfolgt durch kaltes Begradigen des Randes und dann Ausschleifen des Innenseiten - zum Beseitigen der Rest von Formmaterial und Trennmittel. Damit habe ich nun angefangen. Zunächst wurde die große Horizontalschleifmaschine verwendet, bestückt mit 180er Sandpapier. Die Schleifmaschine steht schon seit fast zwei Jahren in der Werkstatt parat (siehe RömerBlog-Beitrag vom 30. Dezember 2023). Danach kam der große Spatzier-Kuglerbock mit einer grauen Siliziumkarbidscheibe zum Einsatz. Hierfür musste kurz eine neue Halterung für mein inzwischen traditionelles Bitburger-Partyfass (Kühlwasser-Reservoir!) konstruiert werden.

 

Der erste Teil der kalten Überarbeitung dieser Mosaikglas-Schale gelang ohne böse Überraschungen. Das Glas scheint ausreichend gut getempert zu sein - mit dem nur rudimentär steuerbaren, holzbefeuerten Kühlofen ist das fast ein kleines Wunder. Bei der nächsten Session werde ich erst die Innenseite in Angriff nehmen. Sobald diese begradigt und von den Trennmittelresten befreit ist wird sich zeigen, wieviel Material ich noch von außen und ggf. auch von oben abnehmen kann.

Work in progress - und learning by doing ... einfach mal machen!

Infos zur Römischen Glashütte in der RömerWelt am caput limitis finden sich hier: http://www.roemischeglashuette.de


Am 11.12.2025 von QVINTVS:
Terminvorschau der RömerWelt am caput limitis für 2026

Die ersten der Termine der RömerWelt am caput limitis sind schon spruchreif! Weitere Informationen über Thementage, Ferienaktionen,Vorträge und Workshops folgen beizeiten.

 

Alle Infos gibt es auf der Webseite der RömerWelt https://www.roemer-welt.de


Am 11.12.2025 von QVINTVS:
Neues von der IRM: Das Original macht 2026 Pause

Die Internationale Reenactmentmesse IRM2025 ist die erste epochenübergreifende Fachmesse für Living History, Reenactment, Archäotechnik und experimentelle Archäologie in Deutschland. Sie findet seit 2011 im Regelfall einmal im Jahr statt.

Im Jahr 2026 wird es leider eine Ausnahme geben, denn wegen der Ausstellungserweiterung der RömerWelt am caput limitis in Rheinbrohl muss die Internationale Reenactmentmesse eine Pause einlegen. Logistisch und personell ist das leider nicht zu stemmen.

Aber merkt Euch den April 2027 für die Internationale Reenactmentmesse IRM2027 vor!

 

Das Ausstellerverzeichnis der IRM2025 und das Vortragsprogramm der IRM2025 bleiben natürlich online.

Liebe Grüße von Eurem IRM-Team!


Am 8.12.2025 von QVINTVS:
Neues bei www.glasrepliken.de: Doppelhenkelkrug von der Glas- und Porzellanwarenhandlung Ludwig Felmer, Mainz

Im Juni 2025 konnte ich bereits mehrere an historischen (auch römischen) Vorbildern orientierte Glasgefäße erwerben, die der Auftragsfertigung der Glas-und Porzellanwarenhandlung Ludwig Felmer in Mainz entstammen müssten (siehe RömerBlog-Beitrag vom 5. Juni 2025).

Jetzt kam noch ein zweihenkliger Krug hinzu, der sich definitiv auf eine römische Form bezieht. Hier ist die Zuordnung anhand der bekannten Kataloge sehr einfach: Dieses Gefäß ist im ursprünglichen Katalog der Glas-und Porzellanwarenhandlung Ludwig Felmer von 1889/90 die Nummer #9149, zu sehen im Artikel von Helmut Ricke auf Seite 145, Abb. 1d.

Dieses schöne Gefäß ist jetzt das Highlight meiner kleinen Kollektion von Felmer-Gläsern.

Auch bei diesem gelbgrünen Glasgefäß legt die grün leuchtende Reaktion auf das UV-Licht nahe, dass sich in der Rezeptur des Glases zumindest ein gewisser Urananteil befindet.

Ein paar Informationen zu diesen "römischen Nachschöpfungen" aus dieser und anderen Quellen habe ich auf http://www.glasrepliken.de/p_vergleich.htm#felmer zusammengetragen - da muss ich bei Gelegenheit aber noch dieses Gefäß ergänzen ...

Viel Spaß beim Lesen!

Literatur hierzu:

Helmut Ricke, Antikes für Büffet und Kredenz. Die Nachbildungen römischer Gläser von Ludwig Felmer in Mainz. In: Michael J. Klein (Hrsg.): Römische Glaskunst und Wandmalerei (1999) S. 143-154.
Dunja Zobel-Klein, Die Glaswarenhandlung Ludwig Felmer und die "Nachbildungen römischer Gläser, die sich in dem Museum in Mainz befinden". In: Mainzer Zeitschrift 101 (2006) S. 137-156.


Am 8.12.2025 von QVINTVS:
Neues von der Baustelle der RömerWelt am caput limitis: Anschluss gesucht - Innenansichten, Teil 5

Auch in der Jahres-Endspurt-Phase soll es noch ein Update aus der Anbau-Baustelle der RömerWelt am caput limitis geben. Aktuell steht der Anschluss der Heizung, des Brauchwassers und der neuen Elektro-Unterverteilung des Anbaus an den bisherigen Bestand auf dem Plan. Das soll noch vor Weihnachten geschehen, damit der Bau über die Feiertage auch beheizt werden kann.

Da am Sonntag die letzte Führung für dieses Jahr stattfang, konnte nun die bisherige Ausstellung zum Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes zum Ziehen der Leitungen wieder verhüllt worden.

Die Anpassungsarbeiten der Estrich-Übergänge und das Verkleiden der Durchbrüche stehen natürlich auch noch auf dem Programm ... und das Streichen der Wände ... und ... und ... und ... es nimmt kein Ende ... und die heiße Phase der Planung der neuen Ausstellung zum Welterbe Niedergermanischer Limes beginnt jetzt erst!

 

 

Die Links zum zum aktuellen Kurzvideo aus der Baustelle dürfen nicht fehlen:

Link zum Video auf facebook: https://www.facebook.com/reel/1177845084502559

Link zum Video auf Instagram: https://www.instagram.com/p/DR_i_wLDKFs/

Die RömerWelt macht zwar bis Mitte März Winterpause, aber das betrifft primär die regulären Besucher-Öffnungszeiten. Für Gruppenbuchungen, Führungen, Schulklassen und Kindergeburtstage kann gerne per eMail oder telefonisch angefragt werden - aber bitte frühestens wieder für Januar 2026!


Am 5.12.2025 von QVINTVS:
Formgeblasene Vierkantkrüge Isings 50 - Stellprobe in der RömerWelt am caput limitis Rheinbrohl

Natürlich sind wir in der Winterpause der RömerWelt am caput limitis nicht untätig. Gerade jetzt, wo das Ende der Bautätigkeiten im neuen Ausstellungstrakt des Museums greifbar nah ist, bieten sich praktische Überlegungen an, wie wir zukünftige Ausstellungs-Objekte richtig in Szene setzen können. Als Beispiel sei hier das Thema der formgeblasenen Vierkant-Einhenkelkrüge des Typs Isings 50 genannt.

Die Technik des Einblasens von Glas in eine ein-oder mehrteilige Form ist eine Innovation der römischen Epoche, findet sich aber heutzutage noch bei fast allen Glasflaschen. Natürlich gehört das in eine Ausstellung zu römischen Handwerk hinein, ganz besonders in der RömerWelt, weil wir genau diese Technik gerne in der Römischen Glashütte vorführen!

Als didaktisches Mittel sind da die Reproduktionen von THE GLASSMAKERS Mark Taylor & David Hill ideal, insbesondere das Bodenstück der hierfür genutzten Einblasform. Als römische Anschauungsstücke dienten bisher zwei römische Fragmente: ein Bodenstück mit konzentrischen Kreisen (ein sehr zahlreich dokumentiertes Verzierungselement von solchen Glasobjekten) sowie ein Teil eines gekämmten Henkels.

Da diese beiden Fragmente noch nicht so aussagekräftig waren, bot sich jetzt die Gelegenheit, einen fast vollständig erhaltener Vierkantkrug als Referenzobjekt hinzuzufügen. Das charakteristische Merkmal dieses Kruges, der verzierte Boden, wird erst durch den darunterliegenden Spiegel erkennbar.

Kleine Insider-Info: Der Boden dieses Kruges ist ungewöhnlich weit hochgestochen, während die meisten Böden dieser Glasgefäße eher flach sind. Parallelen habe ich aber im Museum Burg Linn gefunden. Dort sind zwei Krüge ausgestellt, deren Merkmale (Boden, Bodenmuster, Rand und Henkel) sich so gleichen, dass die Vermutung nahe liegt, dass sie der selben antiken Glashütte entstammen.

So oder so ähnlich wird sich dieses Thema dann im neuen Ausstellungstrakt der RömerWelt wiederfinden ...


Am 5.12.2025 von QVINTVS:
"Technologie antiker Glaskunst im Experiment: Herstellung kerngeformter Gefäße der Spätbronzezeit" im Metalla Sonderheft 13/2025

Letztes Jahr fand ungefähr zu dieser Zeit in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum ein Experiment in der Römischen Glashütte der RömerWelt am caput limitis statt, bei der sich alles um sogenanntes kerngeformtes Glas drehte. Hierfür wurde extra ein besonderer Glasofen gebaut.

Das Experiment und die zugrundeliegende Analyse von bronzezeitlichen Glasgefäß-Fragmenten der Sammlung Alexander Kiseleff (im Bestand der Sammlung der Universität Würzburg) an der Ruhr-Universität Bochum wurden bei der Jahrestagung "Archäometrie und Denkmalpflege 2025" von Jun.-Prof. Dr. Vilma Ruppiene vorgestellt. Ich freue mich sehr, dass der Extended Abstract des Vortrages jetzt im Tagungsband (Metalla Sonderheft 13/2025 S. 41-43) publiziert ist.

Das komplette Metalla Sonderheft 13/2025 kann hier kostenfrei heruntergeladen werden: https://metalla.org/index.php/METALLA/issue/view/393

Das Experiment im RömerBlog: Rückblick: Forschungsprojekt zu kerngeformtem Glas in der Römischen Glashütte der RömerWelt am 30.11. und 1.12.2024
  Neues aus der Römischen Glashütte: Bau eines XXL-Perlenofens, Teil 4 - der erste Test
  Neues aus der Römischen Glashütte: Bau eines XXL-Perlenofens, Teil 3 - almost blown away
  Neues aus der Römischen Glashütte: Bau eines XXL-Perlenofens, Teil 2 - rolling home
  Neues aus der Römischen Glashütte: Bau eines XXL-Perlenofens, Teil 1

PS: Weitere Artikel zum Thema Glasexperimente sind hier gelistet und zum Teil auch verlinkt: http://www.glasrepliken.de/p_vortraege.htm#artikel


Am 3.12.2025 von QVINTVS:
Das Literaturarchiv des Römischen Vicus: Die Neuzugänge von Bücherflohmarkt sind erfasst

Das letzte Wochenende habe ich genutzt, um die am Samstag auf dem Bücherflohmarkt des LVR-Landesmuseums (siehe RömerBlog-Beitrag vom 29.11.2025) erworbene Fachliteratur zu erfassen. Da sind doch einige neue und alte Bücher zu meiner Bibliothek hinzugekommen. Hier das, was seit dem letzten Wochenende neu in der Literatur- und Bücherliste des Römischen Vicus ist.

Hier der Link: http://www.roemischer-vicus.de/p_literatur.htm

 

Darüber hinaus gibt es wieder ein paar Neuzugänge bei den Artikeln. Die Artikel-Liste ist als EXECL-Datei auf den Webseiten vom Römischen Vicus und glasrepliken.de herunterladbar: http://www.glasrepliken.de/downloads/Artikel-Archaeologie_public.xls

Die Schwerpunkte der Artikel-Liste sind:

- römische Ausgrabungen und Kleinfunde
- vorrömisches und römisches Glas
- antike Metallurgie
- römische Archäologie im Rheinland und im Mosel-Saar-Raum
- Obergermanisch-Raetischer und Niedergermanischer Limes
- Experimentelle Archäologie

Bei nächster Gelegenheit geht es natürlich weiter, denn es sind noch genügend reale und virtuelle Bücherstapel da. Das Erfassen dauert aber seine Zeit, da dabei immer wieder höchst Interessantes in die Hände fällt ...


Am 1.12.2025 von QVINTVS:
Terminhinweis: 13. Dezember 2025 - 38. RömerStammtisch mit "Offener Werkstatt" in der RömerWelt am caput limitis Rheinbrohl

Der für dieses Jahr letzte RömerStammtisch mit "Offener Werkstatt" in der RömerWelt am caput limitis wird am 13. Dezember 2025 stattfinden. Da das Museum Winterpause macht führt der Zugang durch das Gittertor der Baustelle.

Konkrete größere Projekte stehen (noch) nicht auf dem Plan, aber die Schmiede stünde parat. Ich selber müsste dringend ein paar Lederarbeiten machen ... aber schauen wir mal, ob ich dann wirklich dazu komme ...

Ein aktuelles Thema dürften ein paar römische Fundstücke sein, die für die Erweiterung der Ausstellung der RömerWelt vorgesehen sind. Die sind natürlich noch nicht in Vitrinen verstaut, sondern können gerne näher angeschaut und diskutiert werden. Natürlich wird es auch wieder Gelegenheit zum informellen Römer-Smalltalk und Austausch geben, mit dem wir das RömerJahr 2025 langsam ausklingen lassen.

 

 

 

"Der Termin des nächsten Römer-Stammtisches 2025

 


Wir freuen uns auf den nächsten „RömerStammtisch mit offener Werkstatt“ am 13. Dezember 2025 von 11.00 bis 17.00 Uhr.

Der Stammtisch soll als Treffpunkt und zum Informationsaustausch für Römer-Interessierte dienen. Ebenso ergibt sich dabei bei Interesse die Möglichkeit, einige Replikate römischer Objekte selber herzustellen. Dafür bieten die Werkstätten des Erlebnismuseums zahlreiche Möglichkeiten, die sich nicht nur auf Metallbearbeitung, wie Schmieden und Buntmetallguss, sowie Stein- und Holzbearbeitung beschränken müssen. Projekte mit Ton, Textilien, Leder, Glas, Knochen und Horn sind ebenfalls realisierbar. Hierfür bietet die RömerWelt nicht nur die Infrastruktur, sondern kann gegebenenfalls auch mit einer fachlichen Anleitung dienen, die im Idealfall sowohl die handwerklichen als auch die archäologischen Grundlagen abdeckt.

Bei Interesse an einer Teilnahme bitten wir um eine kurze Information an info@roemer-welt.de oder Tel. 02635-921866. Eine spontane Teilnahme ist dennoch möglich.

Infos über den RömerStammtisch zum Download: http://roemer-blog.de/downloads/downloads2023/RoemerWelt/RoemerStammtisch-Allgemeine-Infos.pdf


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