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Neben dem "Blick hinter die Kulissen" der RömerWelt am caput limitis sammeln sich im RömerBlog einige interessante und auch ein paar kuriose oder lustige Notizen zu den Themen Römer, römisches Reenactment, Living History, Archäotechnik und experimentelle Archäologie an.
Die Römer-Saison 2026 läuft auf vollen Touren. Soweit es die Zeit zulässt werden wir hier möglichst breit gefächert verschiedene Aktionen vorzustellen, deswegen
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Am 11.08.2026 von QVINTVS:
Neues aus der Ausstellung der RömerWelt am caput limitis: Work in progress - das Modell des Niedergermanischen LimesDer neue Ausstellungsteil der RömerWelt am caput limitis wird sich ja primär dem UNESCO Welterbe "Niedergermanischer Limes" widmen. Da hört natürlich ein entsprechendes Geländemodell dazu. Aktuell erstellt Franz-Josef Becker gerade ein "XXL-Diorama" des Niedergermanischen Limes. Die Strecke von Rheinbrohl/Bad Breisig bis Bonn wird auf auf insgesamt 4,6 Metern dargestellt.
Hier ein kurzes Filmchen zum XXL-Modellbau in der RömerWelt:
Hier die Links zum Kurzvideo:
... auf facebook
- https://www.facebook.com/reel/1405709994742125
... auf Instagram
- https://www.instagram.com/p/Db5UkrjR4Pw/
Am 8.08.2026 von QVINTVS:
Flashback / Literaturtip: Guidelines und Standards von Historic England - "Archaeological Evidence for Glassworking - Guidelines for Recovering, Analysing and Interpreting Evidence"
Der RömerBlog ist alt. Für einen Blog sogar richtig alt! Da ist zwischendurch ein Blick in die "digitale Mottenkiste" doch angebracht. Was gab es eigentlich vor fünfzehn (!) Jahren an Beiträgen hier im RömerBlog? Das hier war wichtig:
"Für den englischen Sprachraum bietet English Heritage einen wertvollen und kostenfreien Service an: Diverse Broschüren über archäologische Themen und die Denkmalpflege können als PDF-Dokumente heruntergeladen oder gar (zumindest im Bereich Großbritanniens) in gedruckter Form bestellt werden.
Eine dieser Publikationsreihen sind die "Guidelines and Standards", in der im Juni dieses Jahres die Broschüre "Archaeological Evidence for Glassworking - Guidelines for Best Practice" neu erschienen ist, die ich hiermit vorstellen möchte.
Ausschnitte aus dem Inhalt:
How to use these guidelines
What is glass?
An introduction to making and working glass
The practicalities of investigating a glassworking site
What you may find: general indications of glassmaking and working
Interpreting finds: the evidence from different glassworking methods
Materials mistaken for glassworking wasteAuf gerade einmal 36 Seiten wird in komprimierter, aber dennoch gut illustrierter Form ein Überblick über die Glasherstellung, Glastechnik und Glashütten der verschiedenen Epochen gegeben, der zur Identifizierung historischer Glasverarbeitungsstätten sehr wertvoll ist."
Hier der Link zum RömerBlog-Beitrag vom 17.08.2026: http://blog.roemischer-vicus.de/index201108.htm#1708b
Das war vor knapp fünfzehn Jahren - und hat heute noch Gültigkeit! Was sich allerdings geändert hat ist das Layout und der Herausgeber. Aus English Heritage ist Historic England geworden. Das hat aber nichts garan geändert, dass
a) der Inhalt gut und wichtig ist!
b) die Broschüre immer noch kostenfrei als PDF heruntergeladen werden kann.Die Links habe ich im heutigen Beitrag aktualisiert.
Screenshot von https://historicengland.org.uk/images-books/publications/glassworkingguidelines/Dieses PDF-Dokument kann kostenfrei von der Historic England-Webseite heruntergeladen werden:
https://historicengland.org.uk/images-books/publications/glassworkingguidelines/Weitere PDF-Dokumente von Historic England unter:
https://historicengland.org.uk/images-books/publications/
Am 8.08.2025 von QVINTVS:
Terminhinweis: 16. August 2026 - Historisches Bogenschießen in der RömerWelt am caput limitis RheinbrohlWir hoffen auf weiterhin tolles Wetter am 16. August, denn dann geht steht in der RömerWelt am caput limitis in Rheinbrohl wieder das schon traditionelle Historische Bogenschießen auf dem Programm! In letzter Zeit konnte ich ja einige Neuzugänge in meinem Sortiment verzeichnen:
Recht neu im Programm sind:
skythischer Reiterbogen (in der Version BioComposite von Grozer Archery), siehe RömerBlog-Eintrag vom 13. Juni 2025
assyrischer Reiterbogen (in der Version BioComposite von Grozer Archery), siehe RömerBlog-Eintrag vom 12. November 2024
hunnischer Reiterbogen (in der Version BioComposite von Grozer Archery), siehe RömerBlog-Eintrag vom 26. Oktober 2024
und ein weiterer Reiterbogen (Atheas von Drake), siehe RömerBlog-Eintrag vom 26. Oktober 2024
Schon die verschiedenen Geometrien zu vergleichen ist spannend. Noch spannender ist natürlich das Ausprobieren!
Weitere Infos zu den Bögen siehe http://www.roemischer-vicus.de/p_bogenschiessen.htm
"
Historisches Bogenschießen im Erlebnismuseum Rheinbrohl am caput limitis in Rheinbrohl am 16. August 2026
Historisches Bogenschießen erwartet euch am Sonntag 16. August von 11:00 bis 16:00 Uhr
Bogenschießen im Erlebnismuseum erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Daher bietet die RömerWelt Rheinbrohl am 16. August eine eigene Mitmachaktion dazu an. In der Zeit von 11:00 bis 16:00 Uhr können alle Gäste ab 10 Jahren ihr Können und Zielgenauigkeit ausprobieren.
Das Besondere an diesem Tag: zum Schießen stehen Repliken von historischen Bögen zur Verfügung. Es gibt die Gelegenheit z.B. einen skytischen oder hunnischen Reiterbogen in Augenschein zu nehmen. Dazu vermittelt Geschäftsführer Frank Wiesenberg den Besuchern fachspezifische Informationen zu den unterschiedlichen Bauarten, Geometrien und Besonderheiten bei Funktionsweise und Nutzung der Bögen. Weitere Modelle sind u.a. ein indo-persischer Reiterbogen oder auch ein klassischer Eibe-Langbogen sowie ein Flachbogen aus Eschenholz. Als Schussmaterial kommen ausschließlich mit Vogelfedern befiederte Holzpfeile zum Einsatz."
Kontakt:
RömerWelt am caput limitis - Arienheller 1 - 56598 Rheinbrohl
Tel. 02635 921866 - info@roemer-welt.de - www.roemer-welt.de
www.facebook.com/caputlimitisQuelle: RömerWelt über facebook
Am 8.08.2026 von QVINTVS:
Literaturtipp: Römische Wandmalerei von Harad MielschWährend der in den letzten Wochen durchgeführten Aktionen zur Restaurierung von Resten von bemaltem römischen Wandverputz für die Ausstellungserweiterung der RömerWelt am caput limitis kam auch die Sprache auf passende Literatur. Hier folge ich sehr gerne der Empfehlung des Restaurators Dr. Ulrich Eltgen und empfehle hiermit das Buch "Römische Wandmalerei" von Harald Mielsch. Das Buch bietet einen guten Einstieg und einen prima Überblick auf die Thematik und berücksichtigt nicht nur die Wandmalereien in Pompeji und Umgebung. Ja, die Publikationen der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft hatten schon etwas ... da ist jetzt eine Lücke.
Bei den guten Farbabbildungen werde ich aber den Eindruck nicht los, dass ich die eine oder andere Wandmalerei doch anders, detaillierter oder "frischer" in Erinnerung habe. Ich befürchte, dass aufgrund des Erscheinungsdatums 2001 bei einigen Wandmalereien mindestens die Farben im Vergleich zu früheren Publikationen verblasst sind. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe (!) werde ich das mit den bei mir vorhandenen älteren Bildbänden zu den Vesuvstädten vergleichen.
Natürlich hat auch dieses Buch seinen Platz im Literaturarchiv des Römischen Vicus gefunden.
Am 7.08.2026 von QVINTVS:
Neues aus der Ausstellung der RömerWelt am caput limitis: Geputzer Wandverputz und interessante terra sigillata-ScherbenNeben dem UNESCO Welterbe "Niedergermanischer Limes" wird sich der neue Ausstellungsteil der RömerWelt am caput limitis u.a. auch mit der römischen Bautechnik beschäftigen. Neben der typisch römischen Baukeramik gehört ja auch bemalter Wandverputz dazu. Wie passend, dass in den Unmengen alter Holzkosten und Farbeimer aus einem lokalen Nachlass auch einige antike Highlights zu finden waren!
Für gestern war mal wieder eine restauratorische Säuberungs-Aktion angesetzt, bei der sich der Restaurator Dr. Ulrich Eltgen wieder einiger römischer Fundstücke angenommen hat. Neben bemaltem Wandverputz fanden sich dazu auch mehrere interessante Feinkeramik-Scherben. Die Töpferstempel von dreien dieser terra-sigillata Scherben könnten noch Stoff für weitere RömerBlog-Beiträge liefern, denn mindestens einer davon ist recht klar zu entziffern: "VECISO F". Da sich dieser Stempel auf der Unterseite eines recht großen Standrings befindet, würde ich mal auf eine Reibschale tippen (mortarium). Da muss sich doch mehr herausfinden lassen ...
Im besten Fall findet sich eine Story, die gut in die Bestückung des neuen Ausstellungsteils der RömerWelt passt.
Hier ein paar Fotos des Restaurators Dr. Ulrich Eltgen von seiner heutigen Reinigungs-Aktion:
Wieder einmal herzlichen Dank für dieses tolle ehrenamtliche Engagement, Uli!
Hier hatte ich vor kurzem eine mindestens ebensointeressante Scherbe vorgestellt: Neues aus der Ausstellung der RömerWelt: Der missing Link zur römischen Terra Sigillata-Töpferei von Sinzig
Am 5.08.2026 von QVINTVS:
Was haben uns die Römer gebracht? - 1. Teil ... der WeinDas wäre doch mal eine Idee: Eine kleine Reihe über das, was uns die Römer so alles gebracht haben. An allererster Stelle muss da natürlich der Wein stehen! Und der Wein darf auch in der RömerWelt am caput limitis in Rheinbrohl nicht fehlen.
Hier der Clip zum Wein in der RömerWelt:
Hier die Links zum Kurzvideo:
... auf facebook
- https://www.facebook.com/reel/1404595788191734
... auf Instagram
- https://www.instagram.com/p/DbqIWrHMUZw/
Am 2.08.2026 von QVINTVS:
Seaglass und andere bunte Glasabfälle aus dem RheinBeim gestrigen Spaziergang "im" Rhein bei Bendorf (Fotos siehe RömerBlog-Beitrag vom 1.08.2026) haben einige bunte Stücke aus Glas und glasartigen Substanzen meine Aufmerksamkeit erregt. Gewaschen und abgebürstet ergibt sich folgendes Bild:
Während die links unten zu sehenden Fragmente von Glasflaschen häufig zu findende Objekte an Stränden von Flüssen und Meeresküsten sind (sogenanntes Seaglass oder Meerglas), die vom Wasser matt und rund geschliffen wurden, ist der Rest der Fundstücke doch ungewöhnlicher. Hier sind es Objekte, die entweder ganz oder nur teilweise aus einer harten, spröden, glasartigen Substanz bestehen. Besonders dekorativ und auffallend sind die farbigen Schlieren, die sich durch das Material ziehen. Es dürfte sich um Reste von farbigen Glasschmelzen handeln, die sehr inhomogen geschmolzen sind.
Mich reizt es sehr, diese bunten Stücke zu schleifen und zu polieren. Falls sie nicht zu spröde sind, wären das doch tolle Schmuckstücke. Natürlich nicht römisch, sondern vermutlich ursprünglich Abfälle aus moderner Industrieproduktion, aber trotzdem schön!
Eine andere Idee möchte ich demnächst mal in der Römischen Glashütte ausprobieren: Lässt sich dieses Material (gute Erhaltung und Sauberkeit vorausgesetzt!) vielleicht sogar in der Rekonstruktion eines römischen Glasofens einschmelzen? Daran, daraus ein Gefäß zu blasen, möchte ich noch gar nicht denken, aber vielleicht lassen sich daraus ja marmorierte Stäbe zum Perlendrehen ziehen ...? Wir werden sehen...
Aber gab es eine Glashütte in Bendorf? Dazu habe ich noch nichts herausfinden können, aber: Unweit der Häufung dieser glasartigen Fundstücke befand sich früher die Firma Dr. Otto & Comp, die auch sogenannte Feuerfest-Produkte herstellte, darunter "Silika-Stein". Möglicherweise nutzte diese den Rhein als praktische Entsorgungsmöglichkeit - oder die Produktionsabfälle als billiges Material zur Befestigung oder Auffüllung des Rheinufers.
Informationen zur Firma Dr. Otto & Comp. siehe KULADUIG (https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-343848).
Den Flaschenboden mit Bodenmarke "D.R.P. H.B." konnte ich noch nicht einem Hersteller zuordnen. Immerhin lässt er sich durch das "Deutsche Reichs Patent" zeitlich zwischen 1877 und 1945 einordnen. Die Firma "H.B." findet sich bestimmt noch. Der Größe und Form nach könnte es sich um eine sogenannte Apothekenflasche handeln. Auf jeden Fall wurde diese in eine Form eingeblasen.
Aber auch hier findet sich ein spannendes Detail: In der Bodenform befand sich offensichtlich Dreck, von der Größe her könnte es vielleicht eine Kiefernnadel gewesen sein. Der Abdruck dieses Fremdkörpers ist quer über dem "H" gut zu erkennen. Wie schön, dass nicht nur mir in der Römischen Glashütte so etwas passiert ...
Am 1.08.2026 von QVINTVS:
Ein sehr arider RheinspaziergangHeute habe ich die Möglichkeit genutzt, mit einem lokal kundigen Führer "in" den Rhein zu steigen - und mal zu schauen, was dort so herumliegt. Da lagen neben viel Steinzeug-Scherben viele bunte Glas-Derivate herum. Darunter auch einige Stücke, die ich als Rohglas-Reste einstufen möchte. Das könnten interessante Bastelobjekte sein. Mal schauen, wie die gereinigt aussehen.
Aber: Gab es in.
Vielen Dank an Franz-Josef für diese schönen und heißen Stunden!
Am 1.08.2026 von QVINTVS:
PMR-Funkgeräte vs. Experimentelle ArchäologieWas hat ein Paar dnt Touch Com TC-5 PMR-Handfunkgeräte mit Experimenteller Archäologie zu tun? So alt sind die doch noch gar nicht ... oder? Die Auflösung folgt demnächst ... vielleicht.
Übrigens: Ich suche noch eine Anleitung zu den Dingern ... hat die jemand zufällig noch?
Hier auch ein kurzes Video dazu:
Hier die Links zum Kurzvideo:
... auf facebook
- https://www.facebook.com/reel/2138160687097600
... auf Instagram
- https://www.instagram.com/p/DbfHuXZsZ9d/
Am 1.07.2026 von QVINTVS:
Terminhinweis: 15. August 2026 - 46. RömerStammtisch mit "Offener Werkstatt" in der RömerWelt am caput limitis RheinbrohlAm 15. August 2026 wird der der nächste RömerStammtisch mit "Offener Werkstatt" in der RömerWelt am caput limitis stattfinden.
Neben Smalltalk und der privaten Ausrüstungspflege werden wahrscheinlich kleinere Tätigkeiten für die neue Ausstellung des Museums sowie Ausrüstungspflege für den Thementag "Historisches Bogenschießen" am darauffolgenden Sonntag (16. August 2026) auf dem Programm stehen. Bei Bedarf können wir aber auch wieder ein Feuerchen in der Schmiede-Esse machen.
Die Terminliste aller RömerStammtische kann (unter Vorbehalt) gerne auch weitergegeben werden. Die Links findet Ihr unten. Aber aufgrund der langfristigen Planung ist die eine oder andere Verschiebung nicht ganz ausgeschlossen.
"Der Termin des nächsten Römer-Stammtisches 2026
Wir freuen uns auf den nächsten „RömerStammtisch mit offener Werkstatt“ am 15. August 2026 von 11.00 bis 17.00 Uhr.Der Stammtisch soll als Treffpunkt und zum Informationsaustausch für Römer-Interessierte dienen. Ebenso ergibt sich dabei bei Interesse die Möglichkeit, einige Replikate römischer Objekte selber herzustellen. Dafür bieten die Werkstätten des Erlebnismuseums zahlreiche Möglichkeiten, die sich nicht nur auf Metallbearbeitung, wie Schmieden und Buntmetallguss, sowie Stein- und Holzbearbeitung beschränken müssen. Projekte mit Ton, Textilien, Leder, Glas, Knochen und Horn sind ebenfalls realisierbar. Hierfür bietet die RömerWelt nicht nur die Infrastruktur, sondern kann gegebenenfalls auch mit einer fachlichen Anleitung dienen, die im Idealfall sowohl die handwerklichen als auch die archäologischen Grundlagen abdeckt.
Bei Interesse an einer Teilnahme bitten wir um eine kurze Information an info@roemer-welt.de oder Tel. 02635-921866. Eine spontane Teilnahme ist dennoch möglich.
Infos über den RömerStammtisch zum Download: http://roemer-blog.de/downloads/downloads2023/RoemerWelt/RoemerStammtisch-Allgemeine-Infos.pdf
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