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Neben dem "Blick hinter die Kulissen" der RömerWelt am caput limitis sammeln sich im RömerBlog einige interessante und auch ein paar kuriose oder lustige Notizen zu den Themen Römer, römisches Reenactment, Living History, Archäotechnik und experimentelle Archäologie an.
Die Römer-Saison 2026 läuft jetzt. Soweit es die Zeit zulässt werden wir hier möglichst breit gefächert verschiedene Aktionen vorzustellen, deswegen
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Am 31.05.2026 von QVINTVS:
Neu bei wwww.glasrepliken.de: Kettenhenkel-Krug und blaue Rippenschale von der CCAA Glasgalerie KölnDen Abschluss des Monats Mai im RömerBlog macht ein schönes Foto dieser beiden Glasgefäße der CCAA Glasgalerie Köln, die kürzlich neu zur Sammlung von www.glasrepliken.de hinzugekommen sind.
Die blaue Rippenschale (Katalognummer 262) entstammt der Glashütte Freiherr von Poschinger, die von etwa 1986 bis 2021 für die CCAA Glasgalerie Köln fertigte. Hierfür nutzte sie offensichtlich die zuvor von der Ichendorfer Glashütte gefertigte zweiteilige Metallform. Das hatte ich 2011 hier gezeigt: http://blog.roemischer-vicus.de/index201111.htm#0411a. Eigentlich habe ich auch diese blaue Rippenschale ja schon ... aber der Preis war einfach zu verlockend ...
Fast zeitgleich kam der Kettenkenkel-Krug (Katalognummer 204) aus fast farblosem Glas bei mir an. Da hatte ich schon längere Zeit auf ein passendes Angebot gewartet. Nun war diese Zeit also gekommen. Hier lässt sich nicht sagen, ob sie noch von der Ichendorfer Glashütte bei Köln oder schon im Bayerischen Wald gefertigt wurde, denn nach der Erstauflage ab 1979 wurde sie um 2011 definitiv noch einmal neu aufgelegt. Das legt die Sichtung des mir vorliegenden Katalogmaterials zumindest nahe.
Deswegen an dieser Stelle der Tipp: Wer noch Interesse an "römischen Nachschöpfungen" (so der seinerzeitige Katalogtext) der CCAA Glasgalerie Köln hat, der sollte sich beeilen, der Abverkauf über https://www.ccaa.de/ läuft. Aktuell (Stand heute) sind nur noch zwei Dutzend verschiedene Gefäße verfügbar, Tendenz fallend.
Auch an dieser Stelle: Weder das Aussehen, noch die satinierte Oberfläche und erst recht nicht die Herstellungstechnik entsprechen den römischen Vorbildern. Aber das war seinerzeit gewollt, insbesondere vom Römisch-Germanischen Museum, auf dessen Ausstellungs-Objekte sich die erste Serie von 1978 bezog. Für ernsthafte Living-History-Darstellung oder Ausstattung eines Römermuseums kann ich sie aus diesen beiden Gründen nicht empfehlen. Aber als eigenes Sammelgebiet sind diese Gefäße meiner Meinung nach höchst interessant. Es könnte sein, dass wir demnächst da etwas in der RömerWelt am caput limitis sehen können.
Weitere Informationen zu dieser Schale and anderen "römischen" Gefäßen der CCAA Glasgalerie Köln habe ich hier zusammengetragen: http://www.glasrepliken.de/p_vergleich.htm#ccaa
Und der Vollständigkeit halber hier der Verweis auf die (wahrscheinlichste) Original-Herstellungstechnik der Rippenschalen: http://www.archeoglas.de/downloads/pdfs/2013/wiesenberg_glastag2013_-_zur_herstellungstechnik_roemischer_rippenschalen__pdf-kurzfassung.pdf
Viel Spaß beim Lesen!
Am 30.05.2026 von QVINTVS:
Terminhinweis: 7. Juni 2026 - Vorführungen in der Römischen Glashütte der RömerWelt am caput limitisZusätzlich zu den auf der Webseite der Römischen Glashütte bereits veröffentlichen Vorführungs-Terminen für dieses Jahr wird am UNESCO-Welterbetag am 7. Juni 2026 der Glasofen wieder in Betrieb sein. Wir brauchen dringend Fensterglas nach römischem Vorbild für die Ausstellungserweiterung der RömerWelt am caput limitis! Aber auch die Herstellung von frei und formgeblasenem Glas wird wieder vorgeführt.
Die Vorführungen in der Römischen Glashütte sind grundsätzlich offen für alle Besucher der RömerWelt.
Alle bisher festen Termine von Vorführungen der Römischen Glashütte siehe http://www.roemischeglashuette.de/#termine
Wahrscheinlich kommen noch weitere Termine hinzu, insbesondere zur Herstellung von Fensterglas für die jüngst eröffnete Latrine in der RömerWelt. Diese werden so früh wie möglich auf der Webseite der Römischen Glashütte und hier im RömerBlog bekanntgegeben.
Am 29.05.2026 von QVINTVS:
Neues Leben für alte PfeileGestern Abend habe ich eine längere Sitzung in meiner Bastelhalle gehabt und fast 50 (!) Pfeile repariert, denen alle die Spitzen fehlten. Ich habe keine Ahnung, warum in den letzten Wochen der Pfeilbruch bei den Bogenschließ-Workshops in der RömerWelt am caput limitis so zugenommen hatte. Diese Menge sollte für die nächsten Workshops jedenfalls reichen.
Nicht gereicht haben allerdings meine Reserve-Pfeilspitzen. Da muss ich wohl wieder nachbestellen.
Am 26.05.2026 von QVINTVS:
RömerBlog-Flashback: "Neues aus der Werkstatt - Mein neuer (Glasmacher-) Siegelring" von vor 15 JahrenAuf den Tag genau vor 15 Jahren habe ich hier im RömerBlog etwas gepostet, an das ich mich immer noch gerne erinnere und was ich immer noch sehr gerne nutze. Das las sich damals so:
Neues aus der Werkstatt: Mein neuer Siegelring
Seit der Veranstaltung im Römermuseum Homburg-Schwarzenacker (Bericht im Römerblog) Anfang dieses Monats wartete der von Martin Becker (www.roemische-schmiede.de) aus antikem Raffinierstahl geschmiedete Siegelring-Rohling auf seine Komplettierung. Stundenlang wurden Bücher über Siegelringe und Gemmen (sehr empfehlenswert: Die antiken Gemmen aus Xanten Band I und II von Gertrud Platz-Horster) gewälzt, aber der Funke wollte nicht so recht überspringen. Für dieses absolute Unikat sollte es etwas Besonderes werden - nicht wieder ein Merkur oder zwei Füllhörner. Die Idee kam dann wieder unerwartet:
Die etwas abgewandelte Abbildung einer Glasmacher-Szene auf einer Öllampe! Es lag gerade auf dem Schreibtisch die Replik der Öllampe aus Spodnje Skofije (Artikel auf www.glasrepliken.de) der ROMANGLASSMAKERS Mark Taylor & David Hill - und mit etwas guten Willen müßte die doch auf den Siegelring gravierbar sein. Wegen der besseren Vergleichbarkeit mit der Öllampen-Vorlage wurde der Ring aber nicht spiegelverkehrt graviert. Aber lassen wir doch ein paar Bilder sprechen:
Quelle: RömerBlog-Beitrag vom 26. Mai 2011
Da ich Ringe nur sehr selten trage merke ich beim Aufstreifen des Ringes inzwischen, dass ich wohl in den letzten 15 Jahren etwas an Volumen gewonnen habe - natürlich nur an den Fingern! (Eine gute Motivation, mal wieder etwas abzunehmen ...)
Der Ring hat die letzten 15 Jahre gut überstanden. Wesentlich besser als der Saugnapf-Schraubstock, dessen Gummifuß längst in die Ewigen Jagdgründe eingegangen ist. Auch den PROXXON Minibohrer gibt es noch immer. Er hat inzwischen ein paar Geschwister bekommen. Am Ring musste ich, trotz seiner Rostempfindlichkeit und meiner oft schwitzigen Arbeitshände, nur einmal einen leichten Rostansatz wegpolieren. Ab und zu bekommt er eine Streicheleinheit mit Ballistol. Das scheint ihm gut zu bekommen. Auf weitere 15 Jahre!
Am 25.05.2026 von QVINTVS:
Terminhinweis: 2. Juni 2026 um 18:00 Uhr - Vortrag "Transparenz im Grenzgebiet - Glasverarbeitung an den Außengrenzen des Römischen Reiches" im Emsland Archäologie Museum, Meppen
Am Dienstag, den 2. Juni 2026, darf ich im Emsland Archäologie Museum in Meppen einen Vortrag halten, der nicht nur ein Streiflicht auf die römische Glasfertigung nördlich der Alpen wirft ... es wird spannend ...!
Römische Glasgefäße sind uns zum Glück viele erhalten geblieben. Man denke an einfache oder reich verzierte Trinkgläser, dekorative Kannen, aber auch profane vierkantige Krüge oder an Fensterglas. Archäologische Ausgrabungen von Siedlungsstätten, Badegebäuden und Bestattungen liefern zahllose Beispiele, zum Teil sogar weit über die römische Grenze, dem Limes, hinaus. Seit der römischen Zeit ist Glas aus unserer Region nicht mehr wegzudenken.
Der archäologischen Forschung stellen sich seit mehr als 150 Jahren in Bezug auf das römische Glas viele Fragen: Wo kommt es her? Wer hat es gemacht? Sind Fensterglas und Glasgefäße alles Importe oder eher lokal gefertigte Produkte? Wo kommt das Rohglas her? Wie sahen die römischen Glasofen aus und was ist von ihnen heute noch zu finden? Kann man sagen, welche Produkte in ihnen hergestellt wurden? Das sind nur ein paar der Fragen, für die der Vortrag einige Antwort-Möglichkeiten und viel Diskussions-Stoff bieten wird.
Da es keine lokalen Traditionen der Herstellung von Glasgefäßen oder Fensterglas gab, bietet sich das rheinische Grenzgebiet um den Niedergermanischen Limes als idealer Betrachtungsraum an. In Bonn, Köln und dem Hambacher Forst wurden beispielsweise ganz unterschiedliche römische Glashütten ausgegraben, von denen einige vorgestellt werden. In diesem Kontext müssen natürlich die „Kölner Luxusgläser“ Erwähnung finden, zum Beispiel Schlangenfaden-Gläser mit „Kölner Schnörkel“ oder das mehrfarbige Diatretglas aus dem römischen Gutshof von Köln-Braunsfeld.
Infos vom Museum:
Ort: Emsland Archäologie Museum
Uhrzeit: 18 Uhr Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Eine Anmeldung wird erbeten, unter Telefon 05931 6605 oder per E-Mail unter info@archaeologie-emsland.de
Am 22.05.2026 von QVINTVS:
Wieder Holz neben der HüttnAls Nach-Feierabend-Workout wurde gestern nach Dienstschluss kurz ein Kubikmeter Holz zur RömerWelt am caput limitis geschafft. Für die Backstube der RömerWelt brauchen wir ja immer Nachschub. Die mehr als 100 Brote bei den RömerTagen haben das Holzlager doch ziemlich geleert. Besten Dank an den Garten- und Landschaftsbaubetrieb Oliver Labonde aus Rheinbrohl für die Spende!
Das wäre eine schöne Gemeinschafts-Aktion für den nächsten Römer-Stammtisch am 6. Juni 2026 (Informationen hierzu folgen noch).
Da wird sich wieder der große Holzspalter freuen ...
Am 20.05.2026 von QVINTVS:
Literaturtipps: von antiken Möbeln über Perlenschmuck aus aller Welt bis zu Küchentipps anno 1902Ach wie schön ist es doch, wenn man vielerlei Interessen hat. Gestern hat sich bestimmt auch der DHL-Bote gefreut, dass er mir direkt drei Pakete mit Büchern übergeben durfte. In diesen befanden sich ausnahmlos Bücher, die ich schon länger auf meiner Such-Liste hatte. Fangen wir chronologisch an:
"Großes Illustriertes Kochbuch für den einfachen und bürgerlichen Tisch" von Mathilde Ehrhardt in der Ausgabe von 1902. Dieses Buch war schon öfters Gegenstand von Diskussionen im Freundeskreises, insbesonder wenn es um Rezepte zur Zubereitung von heutzutage nicht üblichen Fleischlieferanten ging. Ich hatte vor einigen Jahrzehnten in einem alten deutschen Kochbuch (um 1910) von Dachhase (Katze), Hund, Schildkröte, Fischotter und Biber gelesen. Und ich hätte schwören können, dass es in genau diesem Buch war. Schade, da hat mich meine Erinnerung wohl getäuscht - dieses Buch war es definitiv nicht. Aber das war trotzdem kein Fehlkauf, denn es ist ein tolles Buch. Sehr schön sind die Illustrationen und auch die Farbtafeln darin. Man bedenke, das Buch ist anno 1902, also fast 125 Jahre alt ...!
Den Fischotter hatte ich bereits im Illustrierten Kochbuch von Johann Rottenhöfer gefunden (Seite 585, für diejenigen, die nachschlagen möchten). Immerhin bei der Schildkröte bin ich in meinem Neuerwerb fündig geworden (Seiten 355 und 357). Guten Appetit.
"The Furniture of the Greeks, Etruscans and Romans" von G.M.A. Richter von 1966. Das Thema antike Möbel haben wir ja regelmäßig beim RömerStammtisch. Dieses aus der Bibliothek der Leicester University ausgesonderte Buch bietet zwar einen guten Überblick über die Thematik mit guten Schwarzweiss-Fotos, ist aber stark auf den Mittelmeerraum fokussiert. Der römische Teilist für meinen Geschmack etwas knapp gehalten, aber immerhin kommt der Sarkophag aus Simpelveld vor. Dafür fehlen leider viele Klappstühle und Dreibeine aus den Nordwest-Provinzen des Römkischen Reiches. Das dürfte mit unter dem Forschungsstand geschuldet sein. In den letzten 60 Jahren ist da doch das eine oder andere Schmuckstück publiziert worden.
Trotzdem halte ich dieses Buch für eine ganz gute Grundlagenliteratur, insbesondere in Kombination mit "Studies in Ancient Furniture. Couches and Beds of the Greeks, Etruscans and Romans" von Caroline L. Ransom (1905, hier als PDF verfügbar: https://archive.org/details/cu31924030688927 ), "Houten Meubels in Herculaneum. Vorm, Techniek en Functie" von Stephan T.A.M. Mols (1994) und "Roman Furniture" von Alexandra T. Croom (2007, siehe den RömerBlog-Beitrag vom 14.08.2025 ).
"Alle Perlen dieser Welt. Eine Kulturgeschichte des Perlenschmucks" von Louis Sheerr Dubin von 1997. Das ist ein ganz interessanter Überblick üner Perlen verschiedenster Kulturkreise mit dem Versuch einer chronologischen Gegenüberstellung. Dazu soll auch die (etwas unübersichtliche) chronologische Faltkarte dienen. Eigentlich ganz interessant - wenn ich das nicht bereits im Regal stehen hätte. Warum genau hatte ich das dann noch in einem Online-Warenkorb liegen? Naja, da wird sich wohl die Bibliothek der RömerWelt am caput limitis wieder über einen Neuzugang freuen können.
Natürlich haben auch diese Bücher ihren Platz im Literaturarchiv des Römischen Vicus gefunden.
Am 18.05.2026 von QVINTVS:
Neue alte Werkzeugkisten für die Römische SchmiedeNach Dienstschluss bot heute sich eine Regenpause an, ein paar alte Fundkisten (Danke an den Spender!) mit Griffseilen zu versehen. Die Kisten streten nun ihren neuen Dienst alsWerkzeugkisten für alle möglichen Schmiedewerkzeuge an. Damit soll der Anblick der uralten grauen Postkisten (... noch Deutsche Bundespost!) in der Römischen Schmiede RömerWelt am caput limitis der endlich der Vergangenheit angehören.
Diese alten Fundkisten sind im Gegensatz zu ihren neuen Kollegen etwas kürzer. So passen sie haargenau auf den Transportwagen, der mittlerweise für das Schmiedewerkzeug bereitsteht (siehe RömerBlog-Beitrag vom 1.04.2026). Mit den Seilen lassen sie sich auch beladen einigermaßen bequem tragen. Da die Seile auch nach innen gezogen werden können sind die Kisten auch direkt vom Wagen entnehmbar, ohne dass erst eine Bordwand gelöst werden muss.
Ihren ersten Einsatz werden die Kisten am nächsten RömerStammtisch (Samstag, den 6. Juni 2026) und am direkt darauf folgenden UNESCO-Welterbetag (Sonntag, den 7. Juni 2026) in der RömerWelt haben.
Am 16.05.2026 von QVINTVS:
Neue alte RömerBlog-Einträge ... die Spätlese von 2018, Teil 1Da mein Rücken noch immer eine kleine Pause einfordert ist nun etwas Zeit, länger liegende Aufgaben anzugehen. Da sind ja noch ein paar Lücken im RömerBlog, insbesondere in den Jahren 2015 und 2018. Das liegt nicht etwa daran, dass in diesen beiden Jahren nichts Berichtenswertes passiert wäre - eher im Gegenteil, denn da blieb auch durch Zeitmangel wohl etwas liegen.
Hier nun ein paar neue alte RömerBlog-Beiträge. Das ist aber erst einmal ein Zwischenstand. Die Einträge hier in dieser Liste sind in der Reihe ihrer Bearbeitung, nicht in chronologischer Reihenfolge.
04.11.2018
"Römisches Glas" bei den Glaskunsttagen in Sulzbach 30.12.2018
Letzter Öffnungstag des Römisch-Germanischen Museums Köln 11.11.2018
Glaspavillon Rheinbach zeigt römische Glasöfen 11.12.2018 Ein 500 kg Handstapler für die Lagerhalle 23.10.2018 Glaswerkzeuge der Firma HASAL 23.10.2018 Glasgefäße vom "römischen Glasofenprojekt" des 1. Glassymposiums in Rheinbach bei der glasstec 2018 09.10.2018 Brand der Ofenteile für den großen römischen Glasofen in der Villa Borg Das soll für heute erst einmal reichen. Weiteres folgt eventuell morgen. Es könnte sich also lohnen, hier ab und zu reinzuschauen.
Am 16.05.2026 von QVINTVS:
Rückblick: Überarbeitung der römischen Werkzeugkiste des Wachstafelmachers anno 2011
Vor auf den Tag genau 15 Jahren habe ich diese beiden Bilder hier im RömerBlog gepostet. Damals hatte das Dauerprojekt "römische Werkzeugkiste" des Wachstafelmachers QVINTVS VETINIVS VERVS seine die vierte (oder gar fünfte?) Evolutionsstufe erreicht. Das scheint nun die finale Stufe zu sein. Zumindest hat sich daran in den letzten Jahren nichts mehr getan.
Die beiden Bilder hätten auch am letzten Wochenende bei den RömerTagen in der RömerWelt am caput limitis entstanden sein können, denn da war ich endlich mal wieder als Wachstafelmacher unterwegs. Etwas hat sich allerdings getan: Bei den Werkzeugen sind einige tolle Replikate im Laufe der Zeit hinzugekommen! Und damit meine ich nicht nur die limacumovi, sondern insbesondere Hammer und Stechbeitel, die Martin Becker gefertigt hat.
PS: Nur das "Jan-Idol" mit der hellblauen "Putztuch-Tunika" zeige ich nicht mehr am Stand. Aber das ist eine gaaanz andere Geschichte. Wie auch die limacumovi ...
Siehe auch die Bilderserie des Wachstafelmachers Quintus Vetinius Verus im Römischen Vicus - die ist jetzt auch schon über 15 Jahre alt ...
Am 15.05.2026 von QVINTVS:
Literaturtipp: Neuerscheinung "The Frontier of the Roman Province of Raetia / Die Grenze der römischen Provinz Raetien"Im Rahmen der Reihe Frontiers of the Roman Empire von Archaeopress ist gerade der Band "The Frontier of the Roman Province of Raetia / Die Grenze der römischen Provinz Raetien" erschienen. Auf knapp unter Hundert Seiten ist es dem Herausgeber David J. Breeze, zusammen mit Thomas Fischer, Veronika Fischer, Christof Flügel, Markus Gschwind, Martina Meyr und Bernd Steidl gelungen, alles Wissenswerte zum Limes in der damaligen Provinz Raetien zusammenzufassen.
Ein guter Teil des Heftes widmet sich dem Gesamtkonzept des UNESCO-Welterbes "Frontiers of the Roman Empire - Grenzen des Römischen Reiches". Neben vielen Hintergrundinformationen werden die Fundstätten entlang des Raetischen Limes (Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes) von Schwäbisch-Gmünd bis Eining an der Donau und dann weiter über Regensburg bis Passau (Welterbe Donaulimes) kurz angerissen. Das Heft ist kein tiefes Kompendium, sondern eine gute und fundierte Einleitung in die Thematik, genau wie die bereits in dieser Reihe erschienenen Hefte.
Für Limes-Interessierte ist das natürlich ein "Must-Have", sogar hier am Rhein!
Natürlich ist auch dieses Heft jetzt im Literaturarchiv des Römischen Vicus, in der nächsten Woche dann auch in der Bibliothek der RömerWelt am caput limitis zu finden, dem Limes-Infozentrum von Rheinland-Pfalz.
Am 15.05.2026 von QVINTVS:
Literaturtipp: "Glass, Glassbeads and Glassmakers in Northern India" von Jan Kock und Torben Sode (1995)Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass ich gelegentlich Glasperlen an holzbefeuerten Lehmöfen mache. Angefangen hat das 2014 im Archäologiepark Römische VillaBorg (siehe www.glasofenexperiment.de/p_po_borg_1.htm), wo ich meinen ersten Lehmofen zum Perlenwickeln baute. Dort folgten natürlich noch weitete, dann Projekte an der Staatlichen Glasfachschule Rheinbach, am Archäologischen Park Cambodunum, an der Römeranlage Lahr, in Calugareni Mures (Rumänien) und vielen weiteren Stellen - natürlich seit 2020 auch in der RömerWelt am caput limitis.
Aber ich kann beim besten Willen nicht für mich reklamieren, der erste gewesen zu sein, der auf die Idee gekommen ist, Glasperlen an holzbefeuerten Öfen zu machen. So habe ich im Laufe der Zeit erfahren, dass Dudley F. Giberson in den USA (A Glassblower's Companion. A Compilation of Studio Equipment Designs, Essays, and Glassmaking Ideas, 1998) und Thomas Risom in Dänemark (siehe Perlemageren fra Ribe. Historien, materialerne og teknikkerne, 2013) sich zu dieser Thematik schon schriftlich geäußert hatten.
Ebenfalls in diesem Kontext ist das 1995 erschienene Heft von Jan Kock und Torben Sode "Glass, Glassbeads and Glassmakers in Northern India" sehr interessant, denn darin wird die Herstellung von Glasperlen und Glasarmreifen in Indien vorgestellt. Die Öfen differieren zwar von Größe und Aufbau her deutlich von denen in den vorher angeführten Publikationen (und auch von meinen Perlenöfen), werden aber auch mit Holz, bzw. Reisig, befeuert. In Hinblick auf römische Vorführungen ist da der Blick auf den indischen "Arbeitsschutz" in einer Glas-Werkstatt erhellend: Sehr viel passiert dort barfuß oder in Sandalen. Diese ähneln meinen römischen "Sicherheitsschuhen" doch sehr ... den solae.
Dieses Heft wird heute noch der Literaturliste von www.glasrepliken.de hinzugefügt. Dort findet man eine ganze Menge an Literatur zum Thema Glas (und auch Glasperlen) ... nicht nur römerzeitlich. Natürlich auch die oben erwähnten Publikationen.
Am 14.05.2026 von QVINTVS:
Flohmarktfund zum Zweiten: "fast-römische" formgeblasene GlasgefäßeBei dem kleinen Stadtteilflohmarkt auf dem Riehler Gürtel in Köln habe ich diesen beiden kleinen Glasgefäße mitnehmen müssen. Sie haben mich sehr an römische formgeblasene Gefäße erinnert, siehe die Repliken der ROMAN GLASSMAKERS Mark Taylor und David Hill, wie im Ausstellungskatalog "Zirkusbecher und Rippenschalen. Roman Glassmakers Mark Taylor & David Hill, Werkschau 1989-2012. Römische Gläser in der Villa Borg."* auf Seite 129 zu sehen. Interessant sind hier die beiden kobaltblauen Gefäße.
Natürlich sind die beiden grauen Glasgefäße aus China nicht genau gleich den römischen Repliken aus England (Taylor & Hill haben insbesondere bei den Glasofenprojekten in Borg und Velzeke eine Unzahl dieser kleinen Glasgefäße gefertigt, gelegentlich auch ohne Henkel). Aber neben der Größe von nur 8 cm sind die Formen recht ähnlich. Und die Herstellungstechnik ist gleich: Die Römer entwickelten das Formgeblasene Glas, wo zur Herstellung von Holhglas (in diesem Fall) zweiteilige Einblasformen verwendet wurden. Wieder eine Technik, die uns die Römer beschert haben ...!
PS: Um Mißverständnissen vorzubeugen ... NEIN, ich empfehle NICHT, diese China-Gläser als "römische Repliken" bei Museums-Veranstaltungen zu nutzen!
Da bitte doch lieber hier nachschauen: http://theglassmakers.co.uk/romanmouldvessels.htm
* Bettina Birkenhagen / Frank Wiesenberg, Zirkusbecher und Rippenschalen. Roman Glassmakers Mark Taylor & David Hill, Werkschau 1989-2012. Römische Gläser in der Villa Borg. Schriften des Archäologieparks Römische Villa Borg 5 = ARCHEOglas 1 (Merzig 2013).
Infos siehe http://www.glasrepliken.de/p_publikation_zirkusbecher_und_rippenschalen.htm
Am 14.05.2026 von QVINTVS:
Flohmarktfund / Literaturtipp: Ausstellungskatalog "Die Diocletiansthermen und das Museo Nazionale Romano" (1954/1970) und "Die römischen Thermen und das antike Badewesen" (1983)Zur Entspannung der von den RömerTagen und ihrer Vorbereitung noch immer lädierten Rückenmuskulatur bin ich heute ein wenig spazierengegangen. Der Weg führte mich zu einem kleinen Stadtteilflohmarkt auf den Riehler Gürtel in Köln, da dieser für mich gut fußläufig erreichbar war. Trotz Schauerwetters war der Flohmarkt (keine Neuware erlaubt!) recht gut gefüllt - und es lagen neben viel Krimskrams, Klamotten und Nippes (den ich, ehrlich gesagt, größtenteils entsorgt hätte...) sogar ein paar Bücher aus. An diesen beiden konnte ich nicht vorbei gehen:
Der Zustand beider Bücher ist erstaunlich gut. Offensichtlich mussten die noch keine Regenschauer bei der recht lieblosen, offenen Präsentation in Bananenkisten über sich ergehen lassen.
Obwohl von 1983 ist das Buch von Erika Brödner über "Die römischen Thermen und das antike Badewesen" noch immer alsGrundlagenwerksehr lesenswert. Erstaunlich, dass sich darin auch ein Exkurs über Heizversuche auf der Saalburg findet. Antiquarisch ist dieses immer mal wieder für wenige Euros zu bekommen - ein absoluter Kauftipp!
Der prima bebilderte Ausstellungskatalog "Die Diocletiansthermen und das Museo Nazionale Romano" von Salvatore Aurigemma (Erstauflage 1954, hier in der dritten Auflage von 1970) hat mich heftigst mehr als 20 Jahre zurückversetzt, als ich dieses Museum das letzte Mal besucht habe. Natürlich musste ich dazu in mein Fotoarchiv abtauchen. Die Diokletiansthermen waren mein Lieblingsmuseum in Rom! Nicht nur, weil dieses Museum vom Hauptbahnhof wirklich einfach zu finden ist, sondern weil dort eine tolle Auswahl an Kleinfunden gezeigt wurde.
Damals hatte ich noch parallel mit Farbfilm (meist Fuji) und meiner ersten "ernstzunehmenden" Digitalkamera (Minolta Dimage Z2) fotografiert. Die Anzahl und auch die Qualität meiner Fotos hat mich doch erstaunt,vor allem, da die Entwicklung und die Abzüge der Filme ein nicht unerheblicher Kostenfaktor waren. Ok, heute geht das schon mit Smartphone und DSLR billiger und besser - vor allem mit Unschärfen hat man weniger Probleme als damals. In 2005 waren da bei mir meist Minolta XD-5 und Minolta X-700 mit diversen Manualfokus-Objektiven (100mm MC Macro Rokkor 1:3,5 oder 50mm MD Macro 1:3,5 - aber auch 50mm MC Rokkor 1:1,4 oder sehr gerne der "Bokeh-König", das 58mm MC Rokkor 1:1,2) im Einsatz. Aber das ist schon mehr als zwei Jahrzehnte her. Das war eine schöne, manuelle Zeit! In dem Kontext muss die fotografische Qualität der Abbildungen im Katalog hervorgehoben werden. Inhaltlich und auch von den Abbildungen gibt es auch hier eine unbedingte Kaufempfehlung, auch wenn es die Ausstellung so natürlich nicht mehr gibt.
Während der Ausstellungskatalog heute oder morgen noch in das Literaturarchiv des Römischen Vicus aufgenommen wird, werde ich das Buch über das die römischen Thermen und das antike Badewesen der Bibliothek in der nächsten Woche der RömerWelt am caput limitis spenden.
Am 2.05.2026 von QVINTVS:
Terminhinweis: 12. Mai 2026 um 19:00 Uhr - Vortrag "Gerippte Pracht - Zur Herstellungstechnik römischer Rippenschalen" im Kuppelsaal der Festung Ehrenbreitstein, Koblenz
Heute lädt die Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e.V. zu einem - wie ich meine - besonders spannenden Vortrag in den Kuppelsaal der Festung Ehrenbreitstein ein: Ab 19 Uhr darf ich dort Zur Herstellungstechnik der römischen Rippenschalen referieren.
Im Vortrag werden verschiedene Theorien zur Herstellung dieser charakteristischen Glasgefäße vorgestellt. Hier bietet es sich an, exemplarisch die "Beweisführung" bei der Erforschung antiker Handwerkstechniken zu diskutieren. Natürlich darf dann der Blick auf den aktuellen Forschungsstand nicht fehlen. Dabei wird auch der Blick in die Römische Glashütte in der RömerWelt am caput limitis in Rheinbrohl schweifen.
Ein paar Resultate der von Mark Taylor & David Hill maßgeblich beeinflussten Forschung können anschließend ganz genau in Augenschein genommen werden.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Um diese Uhrzeit wird auch kein Eintritt zu der Festung mehr erhoben.
Das gesamte diesjährige Vortragsprogramm kann hier heruntergeladen werden als JPG: http://www.roemer-blog.de/downloads/downloads2026/Vortraege-Koblenz2026.jpg als PDF: http://www.roemer-blog.de/downloads/downloads2026/Vortraege-Koblenz2026.pdf
Am 5.05.2026 von QVINTVS:
Weitere Infos zu den RömerTagen "Römer am Limes – Handwerk, Heilkunst & Erlebnis" am 9. und 10. Mai 2026 in der RömerWelt am caput limitis Rheinbrohl
Für den 9. und 10. Mai 2026 ist das Saisonhighlight der RömerWelt am caput limitis geplant: Im gesamten Außenbereich des Museums werden viele Römerinnen und Römer zu sehen sein. Die diesjährigen Programmschwerpunkte liegen auf antikem Handwerk, der Heilkunst und dem Erlebnis.
Ergänzend zu dem Plakat der RömerTage können wir hier zwei weitere Poster veröffentlichen, die noch mehr Appetit auf dieses Römerfest in Rheinbrohl/Bad Hönningen machen.
Natürlich wird wieder in der Backstube wird duftend-frisches RömerBrot gebacken, während Steinmetz und Schmied in ihren Werkstätten ihr Handwerk zeigen. MARCUS VOLCANVS erläutert antikes Pressblech-Handwerk. In der Werkstatt von XAN-TST werden schöne römische Tongefäße auf der Töpferscheibe entstehen, während auch ein Ofen zur Glasperlenherstellung in Betrieb sein wird. Für den Fall der Fälle ist der römische Medicus LUCIUS FABIUS ANTHIUS vor Ort. Für Ordnung sorgt auf bewährte Art der Benefiziarier TERTINIUS SEVERUS. Der Verarbeitung von Leder widmen sich gleich mehrere Handwerker, von Schuhen über Gürtel bis zu Taschen wird da einiges zu sehen sein.
Drückt bitte die Daumen, dass das Wetter am Wochenende mitspielt ...
"RömerTage in Rheinbrohl - 9. & 10. Mai 2026 – Römer am Limes
Handwerk, Heilkunst & Erlebnis
Am zweiten Maiwochenende laden die diesjährigen RömerTage am 9. und 10. Mai Besucherinnen und Besucher ein, in die faszinierende Welt der Antike einzutauchen. Das Außengelände des Erlebnismuseums RömerWelt in Rheinbrohl wird dabei von 10:00 bis 17:00 Uhr zur Bühne für historische Darsteller, die römisches Handwerk und traditionelle Arbeitstechniken präsentieren.
Unter dem Motto „Römer am Limes – Handwerk, Heilkunst & Erlebnis“ fokussieren sich die historischen Darsteller auf Steinbearbeitung, Schmiedekunst oder filigrane Glasperlenherstellung. Ein Medicus erklärt die antike Heiltechnik und der Schuhmacher zeigt die Kunst der Lederbearbeitung. Bei Pressblecharbeiten, Keramik und der Herstellung von Wachstafeln können Besucher hautnah in die Geschichte eintauchen und teilweise auch selbst Hand anlegen. So bieten sich spannende Einblicke in den Alltag der Römer.
Ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm sorgt für eine familiäre Atmosphäre im Gelände des Museums. Beim Bogenschießen können Besucher ihr Geschick unter Beweis stellen oder bei einer kreativen Aktion eine eigene kleine Tonfigur anfertigen. Im historischen Backhaus lodern die Öfen, in denen frisch gebackenes Brot entsteht – ein Genuss, der nicht nur vor Ort probiert, sondern auch (solange der Vorrat reicht) mit nach Hause genommen werden kann.
Ergänzt wird das Programm durch familienfreundliche Führungen die um 11:30 Uhr und um 14:30 Uhr angeboten werden. Kulinarische Stände laden zum Verweilen ein. Die RömerTage bieten damit beste Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Tagesausflug am Beginn des Limes und sind auch als Ziel für den Muttertag eine gute Wahl. "
Quelle: Newsletter der RömerWelt
Das Plakat der RömerTage 2026 kann hier heruntergeladen werden als JPG: http://roemer-blog.de/downloads/downloads2026/RoemerWelt/RW-Plakat-RoemerTage2026.jpg als PDF: http://roemer-blog.de/downloads/downloads2026/RoemerWelt/RW-Plakat-RoemerTage2026.pdf ... das darf gerne verteilt und weitergeleitet werden!
Am 4.05.2026 von QVINTVS:
Ein Stand zieht um ... Vorbereitungen für die RömerTage in der RömerWeltHeute habe ich den "Römerstand" der RömerWelt am caput limitis im Lager im Westerwald abgeholt und "nach Hause" gebracht. Bis vor kurzem fehlte es der RömerWelt ja an geeignetem Lagerplatz für den Stand, insbesondere die beiden sperrigen Holzrahmen waren da sehr hinderlich. Mit dem jetzt fertiggestellten Anbau hat sich dieses Problem aber endlich erledigt, sodass ich endlich wieder etwas mehr Platz in meiner Halle habe.
Der kleine Autotrailer war größenmäßig ideal für den Transport. Erstaunlicherweise hat sogar das Wetter mitgespielt, sodass die ganze Aktion trocken ablief. Die Wolken hatten zwar eine spektakuläre Drohkulisse aufgebaut, hielten aber sogar dicht, bis der Trailer wieder zurück in der Halle war.
Diese Logistik-Aktion war sozusagen der Startschuss für den Aufbau für die RömerTage am kommenden Wochenende.
Mehr folgt in den nächsten Tagen ...
Am 3.05.2026 von QVINTVS:
Neues bei www.glasrepliken.de: Einhenkelkrug der ROMAN GLASSMAKERS Mark Taylor & David HillManchmal lohnt sich der Blick übers Wasser. So konnte ich kürzlich einen traumhaft schönen, 14 cm hohen Einhenkelkrug in England erwerben, der am Samstag endlich bei mir ankam. Dieses aus mangan-violettem Glas mit opakweißem Vogelfeder-Dekor gefertigte Glasgefäß ist bereits 1995 von Mark Taylor gefertigt worden, also auch schon über dreißig Jahre alt. Das war ungefähr die Zeit, als ich Mark Taylor & David Hill kennen und schätzen lernte. Damals stellten sie als ROMAN GLASSMAKERS gerade ihre neue Kollektion von farbenfrohen, formgeblasenen Zirkus- und Gladiatorenbechern vor. Diese ergänzten das schon interessante Spektrum an frei geblasenen Bechern, Krügen und Kannen sowie formgeblasenen Vierkantkrügen. An ihre kerngeformten Gläser, die Mosaik- und Rippenschalen und ihre Kollektionen von viktorianischem und georgianischem Glas war damals noch nicht zu denken.
Es ist eigentlich wieder an der Zeit, eine Sonderausstellung mit Werken von Mark Taylor & David Hill zu machen ... die letzte gab es 2013 in der Römischen Villa Borg, mit Wiederholung 2014 im Glasmuseum Rheinbach. Das ist ja auch schon über zehn Jahre her.
PS: Ich müsste noch einen (Über-)Bestand an Katalogen dieser Sonderausstellung haben ...
Am 3.05.2026 von QVINTVS:
Rückblick ... was gab es vor 15 Jahren? Lederwerkzeuge, verschiedene Hammertypen ... und mein römischer HammerSeit über 15 gibt es nun schon den RömerBlog als Teil des Projekts Römischer Vicus, da darf zwischendurch mal der Blick in den Rückspiegel fallen. Vor fast genau 15 Jahren hatte FLAVIUS, alias Martin Becker, als römischer Schmied einige tolle Werkzeuge im RömerBlog vorgestellt, siehe HIER.
Zum Glück konnte ich als Wachstafelmacher QVIBTVS VETINIVS VERVS Martin damals ein paar dieser Werkzeuge abkaufen. Bei dem Ledermesser gelang mir das ziemlich schnell, beim Hammer aus der Saalburg (rechts unten) bin ich auf deutlich höheren Widerstand gestoßen. Ausschlaggebend war wohl letztendlich, dass mir dieser Hammer wie angegossen in der Hand lag, während er Martin wohl eine Spur zu leicht war. Aber die Diskussion hat sich gelohnt - dieser Hammer ist definitiv mein Lieblingswerkzeug. Das letzte Mal hatte ich ihn bei den bei Schmiede-Vorführungen in der RömerWelt am caput limitis am 22. und 29. Mai 2026 in der Hand. Im Laufe der 15 Jahre hat er natürlich die eine oder andere "Kampfspur" abbekommen. Aber sogar der Stiel ist noch derselbe! Die Schäftung im Rundloch hält (wider Erwarten...). Und ich bin immer noch erstaunt, wie gut und ausgewogen er mir in der Hand liegt.
Fotos: FLAVIUS
(linke Spalte: Werkzeuge nach Fund in Haltern - rechte Spalte: nach Funden aus der Saalburg)
Es geht nichts über gutes Werkzeug!
Leider ist FLAVIUS (alias Martin Becker) schon länger aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der "Römer-Szene" aktiv.
Martin, Du fehlst! An dieser Stelle viele Grüße!
Am 2.05.2026 von QVINTVS:
Vortragstermine der Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e.V.Die Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel e.V. bietet diese Jahr wieder ein attraktives Vortragsprogramm, das ich hiermit gerne weiter verbreite. Die Vorträge finden im Kuppelsaal der Festung Ehrenbreitstein statt. Der Eintritt ist frei.
Am 12. Mai 2026 um 19:00 Uhr findet der nächste Vortrag statt. Das Thema lautet "Gerippte Pracht - Zur Herstellungstechnik römischer Rippenschalen."
Das Vortragsprogramm kann hier heruntergeladen werden als JPG: http://www.roemer-blog.de/downloads/downloads2026/Vortraege-Koblenz2026.jpg als PDF: http://www.roemer-blog.de/downloads/downloads2026/Vortraege-Koblenz2026.pdf ... das darf gerne verteilt und weitergeleitet werden!
Am 2.05.2026 von QVINTVS:
Rückblick: 43. RömerStammtisch in der RömerWelt - von römischen Scherben, Brennholz und SchutzgeländerBeim heutigen RömerStammtisch in der RömerWelt am caput limitis ging es in kleiner Besetzung wieder an drei verschiedene Gewerke. Der Löwenanteil entfiel wieder auf das Reinigen und Vorsortieren der römischen Scherben aus einem lokalen Nachlass. Parallel widmete Murph sich wieder dem Zuschneiden der Bauelemente für das Schutzgeländer am Baukran. Und in der anderen Ecke kreischten die beiden Holzspalter. Gerade die übriggebliebenen "dicken Brocken" von mehr als einem Meter Durchmesser haben selbst den 15-Tonnen-Hydraulikspalter gut gefordert. Inzwischen sind aber auch diese Brocken in kleine, für die Backöfen taugliche Scheite verwandelt worden. Die kürzlich erfolgte Reparatur des großen Holzspalters (siehe HIER) war wohl erfolgreich.
Das Holzlager ist der Backstube ist jetzt richtig voll - die RömerTage am kommenden Wochenende können kommen!
Wieder einmal: Besten Dank für die Hilfe!
Mit der Fundbearbeitung wird es voraussichtlich beim nächsten RömerStammtisch am 6. Juni 2026 in der RömerWelt weitergehen.
Am 1.05.2026 von QVINTVS:
Terminhinweis: 13.-24. Mai 2026 - Holzkohlenmeiler im Rheinbrohler WaldNach einem Jahr Pause wird es in diesem Mai endlich wieder einen Holzkohlenmeiler im Rheinbrohler Wald geben. Hoch geschichtet ist das Buchenholz schon. Am 13. Mai geht es dann los. Wenn das Wetter mitspielt wird er dann bis zum 24. Mai vor sich hin rauchen und den Wald mit dem aromatischen Duft versehen. Ich hoffe, dass ich es trotz meines aktuell sehr straffen Zeitplans schaffen werde, den einen oder anderen abendlichen Abstecher dorthin zu machen.
Zum Besuch des Meilers bietet sich eine Wanderung von der RömerWelt am caput limitis aus entlang des RömerWeltWegs (bzw. WesterwaldSteigs) an. Dem RömerWeltWeg bis zum Limeslehrpfad folgen und dann geradeaus am Aussichtsturm auf dem Beulenberg vorbei zum Meilerplatz gehen. Hierfür sollte man pro Weg gut 1,5 Stunden einkalkulieren.
Link zum RömerWeltWeg: http://www.freunde-des-limes.de/p_roemerweltweg.htm
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